Gutes Training bedeutet u.a., die ‚Rassebrille‘ abzusetzen und sich auf die individuellen Verhaltensweisen, Vorlieben und Abneigungen des zu trainierenden Hundes zu konzentrieren. Das hilft Schubladendenken zu vermeiden.

Andererseits lässt sich nicht verleugnen, dass gewisse Aufgaben-/Problemstellungen bei bestimmten Hundetypen gehäuft auftreten. Das gilt auch für die ‚Hütehundartigen‘ und ihre Mixe.

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Hier haben wir es oft zu tun mit z.B.

  • übersteigertem Hüten
  • starker Geräuschempfindlichkeit
  • ausgeprägter Kommunikationsfreude
  • Jagen von unpassenden Objekten (Schatten, Lichtreflexe, …)
  • extremer Reaktivität.

In einer Zeit, in der immer mehr dieser ursprünglich hochspezialisierten Arbeitshunde als ‘normales Familienmitglied‘ in eher städtischem Umfeld leben und kaum mehr die Möglichkeit zur Ausübung einer adäquaten Tätigkeit haben, häufen sich die Konflikte mit der Umwelt.

Über Jahrzehnte durch züchterische Selektion geförderte genetische Veranlagungen prallen auf neue, oft gegensätzliche Erfordernisse und Ansprüche. Probleme sind vorprogrammiert.
Am 28. und 29. Mai 2016 wollen wir uns unter Anleitung von Petra Elsbeck-Möller wieder den daraus erwachsenden Herausforderungen stellen und uns den Möglichkeiten der Unterstützung betroffener Hund-/Mensch-Teams widmen.

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Petra Elsbeck-Möller lebt mit ihren drei Hütehunden im Hessischen und arbeitet seit Jahren intensiv mit Hütehunden
– natürlich auch an Schafen und natürlich auch an den Schafen mit Markersignalen! 😉

Ihre Spezialisierung liegt in der verhaltenstherapeutischen Arbeit mit auffällig gewordenen Hütehunden.

In diesem Zusammenhang betreibt sie auch eine Studie über die Auswirkungen des (zusätzlichen) Trainings von Hütehunden an Schafen.

Sie ist ausgebildete Trainerin im Cumcane-Netzwerk und Hundephysiotherapeutin.

 

Aufbauend auf den im Seminar von August 2015 vermittelten Kenntnissen werden die Themen u.a. sein:

  • Spezialisierungen verschiedener Hütehundtypen
  • Typgerechtes Einbinden der entsprechenden Verhaltensweisen in den Trainingsplan
  • Sinn und Möglichkeiten der Augenauslastung
  • Targetarbeit
  • Distanzarbeit
  • Was ist Hyperaktivität und welche Möglichkeiten des Trainings haben wir hier?
  • Umweltbelohnungen für Hüter
  • Übungen zur Dehnung / Stärkung von Muskelpartien, die z.B. aufgrund typischer Bewegungsmuster (z.B. das Lauern des Border Collies) verkürzen / verkümmern und zu schmerzhaften Fehlbelastungen führen können
  • Hütearbeit als Therapie?

Wir werden auch diesmal mit realen Kundenteams arbeiten und hierzu auch Videoaufnahmen zur Auswertung vor Ort machen.

Grundkenntnisse der Arbeit mit Markern (Clicker) sind von Vorteil, jedoch nicht Voraussetzung.

Dieses Seminar richtet sich an (angehende) TrainerInnen, die ihre Fähigkeiten Hütehund-spezifisch optimieren möchten, und hierbei vornehmlich an die TeilnehmerInnen des ‚Basis-Seminars‘. Es eignet sich aber auch für solche, die anderweitig gute Grundkenntnisse über die Verhaltensweisen der unterschiedlichen Hütehundtypen erworben haben und diese ausbauen möchten.

 

Termin: 28. und 29. Mai 2016, jeweils von 10.00 h – 17.00 h / Aufbauseminar

Preis: 160,00 € / Team, 140,00 € bei Teilnahme ohne Hund

Teilnehmerzahl: max. 8 Teams (je nach Konstellation) plus max. 10 Teilnehmer ohne Hund

Anfragen / Anmeldung: carmen@hunterbunt.de

 

Wenn Sie sich für dieses Seminar interessieren und aufgrund weiter Anfahrt eine Unterkunft benötigen, finden Sie hier weitere Informationen.