Spätestens seit ‚Lassie‘ erfreuen sich Hütehunde verschiedener Rassen ungebremster Beliebtheit. Immer öfter sie einfach als Familienhunde gehalten.

Speziell die Collieartigen und Anverwandten gelten aufgrund ihres so genannten ‚Will to please‘ (= Willen zu gefallen) als besonders ‚leichtführig‘ und werden deshalb gerne als ‚ideale Familienhunde‘ angepriesen. Gerade Neuhundehalter vergessen über die ansprechende Optik jedoch oft, welch spezialisierte Arbeitstiere sie sich da ins Haus holen und welche daraus resultierenden Bedürfnisse es im täglichen Umgang und Training mit ihnen zu berücksichtigen gilt. Das Ergebnis sind immer wieder nicht zu unterschätzende Verhaltensauffälligkeiten solcher Hunde.

Was also tun, wenn der Hütehund z.B. die Aufgabe, für die er über Generationen gezüchtet wurde, in der Familie allzu ernst nimmt?

Was tun, damit es gar nicht erst soweit kommt?

Mit dieser und den zugrundeliegenden Fragen wollen wir uns in diesem Seminar befassen, dass auf dem Basis-Seminar von 2015 aufbaut.

Die Inhalte des letztjährigen Seminars umfassten:

  • Hütehunde besser verstehen: Was zeichnet einen Hütehund aus?
  • Was ist Hüteverhalten und wie arbeiten die verschiedenen Hütehunde am Vieh?
  • Wie wirkt sich Hüteverhalten im Alltag aus?
  • Markersignale
  • Verstärker – allgemein und insbesondere beim Hütehund
  • der Geschirrgriff
  • Entspannungsübungen im Alltag
  • sinnvolle Signale im Alltag
  • Aufbau von selbstbelohnendem Verhalten und Einbau in das bestehende Belohnungssystem
  • Kopfarbeit mit Hüteverhalten am Spielzeug verbinden
  • Stress erkennen und damit umgehen
  • Was tun bei Hyperaktivität?

Das diesjährige Seminar setzt Kennisse der vorgenannten Werkzeuge voraus und baut entsprechend darauf auf.

petra-elsbeck-moeller

Petra Elsbeck-Möller lebt mit ihren drei Hütehunden im Hessischen und arbeitet seit Jahren intensiv mit Hütehunden
– natürlich auch an Schafen und natürlich auch an den Schafen mit Markersignalen! 😉

Ihre Spezialisierung liegt in der verhaltenstherapeutischen Arbeit mit auffällig gewordenen Hütehunden.

In diesem Zusammenhang betreibt sie auch eine Studie über die Auswirkungen des (zusätzlichen) Trainings von Hütehunden an Schafen.

Sie ist ausgebildete Trainerin im Cumcane-Netzwerk und Hundephysiotherapeutin.

Das Seminar umfasst einen ausführlichen, mit Bild- und Videomaterial unterlegten Theorieteil wie auch diverse praktische Übungen (u.a. Targetarbeit), die die teilnehmenden Teams in ihren Alltag integrieren können.

Angesprochen sind speziell HalterInnen von Hütehunden und solche, die es werden wollen.

Grundkenntnisse der Arbeit mit Markern (Clicker) sind von Vorteil, jedoch nicht Voraussetzung.

 

Termin: 27. und 28. August 2016, jeweils von 10.00 h – 17.00 h
Sorry, alle Plätze mit Hund sind bereits vergeben. Wir freuen uns auf ein tolles Wochenende mit ganz vielen Kalalassies!

Zwei Plätze zur Teilnahme ohne Hund sind noch frei.

Preis: 160,00 € / Team, 140,00 € bei Teilnahme ohne Hund (begleitender Partner zzgl. 50,00 €, begleitender Hund zzgl. 30,00 €)

Teilnehmerzahl: 8 bis max. 10 Teams (je nach Konstellation) plus max. 8 Teilnehmer ohne Hund

Anfragen / Anmeldung: carmen@hunterbunt.de

 

Wenn Sie sich für dieses Seminar interessieren und aufgrund weiter Anfahrt eine Unterkunft benötigen, finden Sie hier weitere Informationen.