Sie haben es vermutlich bereits mitbekommen: Allen Protesten im Vorfeld zum Trotz ist beim – wie der Inhaber es nennt – ‚größten Zoogeschäft der Welt‘ der Verkauf von Hundewelpen angelaufen.

NEIN, ich nenne hier bewusst den Namen dieses Herrn und seines Unternehmens nicht, denn ich möchte ihm nicht auf diesem Wege noch neue Kunden oder Interessenten bescheren! Gleichwohl möchte ich vor ihm und seinesgleichen ausdrücklich warnen!

Als wäre es nicht traurig genug, dass solche Pläne in Deutschland überhaupt Realität werden können, ist bei ihm auch der erste Welpe dem Vernehmen nach bereits über den Tresen gegangen.

Jeder, der sich auch nur ansatzweise mit Hundezucht und der Aufzucht von Welpen befasst hat, kann darüber nur entsetzt sein. Hier werden erstklassige Grundlagen für verhaltensgestörte Hunde gelegt. Ich weiß, wovon ich spreche. Mein erster Welpe stammt aus einer nicht viel besseren Quelle. Er war und blieb – bei allen tollen Charakterzügen – sein Leben lang gezeichnet von diesen ersten, schlecht gelaufenen Wochen seines Lebens. ;-(

Es wird behauptet, die Welpen für dieses Unterfangen kämen von guten Züchtern. Nun, ein wirklich guter Züchter hat in erster Linie auch das Wohl seiner Hundekinder im Sinn. Schließlich sind sie das Produkt seiner oft jahrelangen Vorbereitung, intensiver Prüfung und Auswahl der Elterntiere, unendlich vieler – oft sorgenvoller – Stunden der Beschäftigung mit der Hundemutter und ihren Welpen zur Vorbereitung auf die große, weite Welt dort draußen und letztendlich intensiver Vorauswahl der Interessenten zur Identifizierung des bestmöglichen neuen Zuhauses für jeden einzelnen dieser kleinen Racker. Ein wirklich guter Züchter wird Wert legen auf weiteren Kontakt mit den Welpenkäufern. Er wird – schon im Sinne seiner Zucht – wissen wollen, wie die Kleinen sich weiter entwickeln … mit allen Vorzügen und auch Fehlern.

Nur so kann eine wirklich gute Zucht funktionieren. 😉

stop_welpendiscountFoto: Facebook

Speziell die letzteren Faktoren sind bei der ‚Kooperation‘  mit einem Welpendiscounter nicht zu bewerkstelligen! Statt dessen erfolgen zwangsläufig eine viel zu frühe Trennung von der Hundemutter (Welpen verkaufen sich ab der 10./12. Lebenswoche fast täglich immer schlechter), keine vernünftigen Sozialkontakte und schon gar nicht eine durchdacht strukturierte Sozialisierung, …!

Wo bleibt in solch einem Umfeld die qualifizierte Aufklärung des Kunden?

Wie soll da eine passende Zusammenführung bzw. Auswahl des zum jeweiligen Menschen passenden Welpen stattfinden?

Wer pocht im Falle des Falles allen Ernstes auf sein ‚Umtauschrecht‘?

Was passiert ggf. mit dem ‚Fehlkauf‘?

Hier kann es nur an allen Ecken und Enden hapern.

Merken werden es die Käufer erst, wenn es zu spät ist. Zu spät für sie und vor allem zu spät für die Welpen, die dann vermutlich schon  Junghunde sind! Merken werden es die Tierheime … und die Hundetrainer!

Danke an dieser Stelle an Martin Rütter, der in diesem Interview klare und wahre Worte findet.

Mein Dank gilt auch Thomas Riepe, der sich hier mit diesem Thema auseinandersetzt.

Es müssen nicht immer gleich solche Zustände sein, aus denen die Welpen bezogen werden. Erschreckend häufig sind sie es aber! Erschreckend häufig sind sie kaum besser! UND … solche Zustände gibt es beileibe nicht nur im Ausland, sondern auch und gerade hier bei uns in Deutschland!

Aufklärung tut not!

Ähnlich wie bei der Aktion ‚Tausche Stachelhalsband gegen Training‚ tun sich derzeit wieder viele Trainer und in Sachen Hund engagierte Menschen unter einem Dach zusammen:

beratungvordemwelpenkauf

 

 

 

 

Auf dieser Website rund um das Thema ‚Welpenkauf‘ finden Sie alle wichtigen Informationen.

Schauen Sie mal rein! :-)

Informieren Sie Ihre Hundefreunde und alle Menschen, die sich vielleicht mit dem Gedanken tragen, in absehbarer Zeit ein Hundekind in ihrer Familie aufzunehmen.

Auch auf Facebook gibt es eine eigene Seite zu diesem Thema!

Danke! … im Namen aller Kollegen, Tierschützer und vor allem … im Namen der wehrlosen Hundemütter und ihrer Welpen!