Die Hunterbunten

Hallo

Ich heiße Carmen Trautmann.

Solange ich denken kann, hatte ich Tiere um mich. Auf den Hund kam ich allerdings erst 1996. Eine Arbeitskollegin suchte dringend neue Plätze für arbeitslos gewordene Wachhunde. So fing es an …

12 Jahre lang begleitete meinen Partner und mich eine Gruppe von drei Hunden. Wir erzogen sie nach bestem Wissen und Gewissen. Doch irgendwann gab es erste Probleme zwischen unseren Rüden. Nach langer Suche fand ich eine geeignete Hundeschule. Das Lernen begann.

2005 packte mich das DogDance-Fieber. Dreimal habe ich an Turnieren teilgenommen. Die Inhaberin der Hundeschule bot mir überraschend die Leitung eines DogDance-Kurses an. Die Arbeit mit Menschen und ihren Hunden machte mir Spaß. So nahmen die Dinge ihren Lauf …

Jeder Hund verdient es, seinen individuellen Anlagen und Fähigkeiten entsprechend behandelt, gefördert und gefordert zu werden.

Ihnen als dem oberen Ende der Leine stehe ich hierbei gerne helfend zur Seite.

Vom Einzelhund zur Gruppe …

Im Frühjahr 1996 zog unser erster Hund ein. Ona war eine sehr große Deutsche Schäferhündin von sechs Jahren. Sie tauschte ihren Arbeitsplatz als Wachhund in einer Kaserne gegen unser Sofa ein. Leider lebte sie nur ein halbes Jahr bei uns. Wir mussten sie wegen extrem schmerzhafter Veränderungen der Wirbelsäule erlösen lassen.

Nun mochten wir uns ein Leben ohne Hund nicht mehr vorstellen. Das können wir übrigens bis heute nicht.

Also zog schon kurz darauf eine silbergraue anderthalbjährige Altdeutsche Schäferhündin bei uns ein: Kessy war der typische Allrounder. Egal, was wir unternahmen, sie machte alles mit. Im Februar 2011 verließ sie uns mit über 16 Jahren.

Kessy hatte vor uns in einer größeren Hundegruppe gelebt. Da war es für uns nur logisch, ihr einen Partner zur Seite zu stellen.

Wir fanden Charly, einen dark blue merle-farbenen Australian Shepherd-Welpen. Er stellte sich bald als Mix heraus und kam aus einer eher fragwürdigen Quelle. Er war und blieb aufgrund des schlechten Starts dort bis zum Ende ein ’schwieriger‘ Hund, aber auch ein ganz besonders liebenswerter. Mit gerade 11 Jahren lernte er noch den Clicker kennen. Unglaublich, wie er von Anfang an mit großer Begeisterung mitmachte. Im Sommer 2009 schlief Charly in meinen Armen ein.

Aller guten Dinge sind 3! Ende 1997 war unser Trio komplett. Mit Merlin, einem blue merle-farbenen Englischen Collie, erfüllte ich mir den Kindheitstraum von ‚Lassie‘. Hätte er die Wahl gehabt, hätte er ein Leben als Einzelhund vorgezogen. Nach Kessys Tod durfte er auf seine alten Tage endlich das Gefühl genießen, der Bauchnabel der Welt zu sein. Doch für ihn kam dieser Wandel zu spät. Er mochte und konnte ohne sie nicht sein und folgte ihr nur einen Monat später über den Regenbogen.

 

 … und wieder zurück zum Einzelhund:

charis_klein

Seit Ostern 2011 begleitet uns Charis durchs Leben.

Unsere Entscheidung fiel diesmal bewusst für einen Hund aus dem Tierschutz

… trotz vorhergegangener, langjähriger Suche nach einer guten Quelle für den nächsten Hund

… obwohl genau zu der Zeit tatsächlich drei für mich wirklich extrem reizvolle Würfe lagen bzw. erwartet wurden.

Charis zog mit knapp anderthalb Jahren zu uns, nachdem sie als Welpe mit doppelt gebrochenem linken Oberschenkel aus einem Müllcontainer im Großraum Athen gerettet wurde. Wir waren bereits das 5. Umfeld, in das sie sich einleben musste. Die entsprechenden Herausforderungen ließen nicht lange auf sich warten. Das erste Jahr mit ihr möchte ich sicher nicht noch einmal durchleben müssen, aber seither geht es stetig bergauf.

In Tierschutzkreisen heißt es oft, dass solche Hunde erst nach ca. 2-3 Jahren wirklich ankommen. Inzwischen weiß ich, was damit gemeint ist und kann es bestätigen.

Wir sind sehr gespannt auf die weitere Entwicklung unserer ‚Fledermaus‘.