Selbstkontrolle will gelernt sein!

 

Reagieren unsere Hunde impulsiv, so versteht man darunter eine fehlende Verhaltenshemmung oder Selbstkontrolle.

Mangelnde Selbstkontrolle geht einher mit einer niedrigen Frustrationstoleranz, und diese wiederum hängt eng zusammen mit Aggressionsverhalten.

Frustration entsteht, wenn Verhalten von außen gehemmt wird, es also (noch) nicht oder auf Umwegen ans Ziel führt. Unsere Hunde können lernen, Frustration besser zu ertragen und Selbstkontrolle zu entwickeln bzw. eine Eigenhemmung von Verhalten auszubilden.

In allgemeinen Definitionen von Impulsivität lesen wir unter anderem ‚Handeln, ohne an die Konsequenzen zu denken, Gefahren riskieren, nicht planen & Lebendigkeit‘.

Was aber heißt das in Bezug auf unsere Vierläufer? Streiten mit Artgenossen, Hetzen von Wild, Ziehen an der Leine, ruppiges Spielen, schnelles ‚aus dem Fell fahren‘ sind nur wenige Beispiele, bei denen wir uns wünschen würden, dass hündisches Verhalten etwas ‚überlegter‘ abläuft.

Im Laufe des Seminars möchten wir die biologischen Grundlagen mangelnder Selbstkontrolle ergründen, die lerntheoretischen Basics von Verhalten unter die Lupe nehmen und uns in erster Linie mit praktischen Möglichkeiten beschäftigen, die unseren Hunden helfen, entspannter und kontrollierter durchs Leben zu gehen, ohne an Lebendigkeit zu verlieren.

Die Inhalte dieses Seminars in Theorie und/oder Praxis umfassen:

  • Biologische Grundlagen von (impulsivem) Verhalten
  • Stress, Lernen & Selbstkontrolle
  • Positive Verstärkung & Kommunikation mit Markersignalen
  • Erlernen & Auslösen von Entspannung
  • Arbeit an Auslösern von (impulsivem) Verhalten
  • Impulskontrolle als endliche Ressource
  • Selbstkontrolle „formen“
  • Praktische/s Training & Übungen für eine bessere Selbstkontrolle.

Anja Fiedler hat sich in ihrem Training auf die Arbeit mit Jagdhunden sowie deren sinnvolle Beschäftigung spezialisiert.

anjafiedler2

Sie gehört mit ihrer Hündin Wolke (Drahthaar-Magyar Vizsla) in
Deutschland wohl mit zu den ersten JägerInnen, die einen Jagdhund
vollständig auf Basis der positiven Verstärkung – erfolgreich durch
erste Vorprüfungen belegt – ausbilden! :-)

Wie viele ursprünglich zu einem bestimmten Zweck gezüchteten
‚Arbeitshunde‘, neigen auch Jagdhunde zu impulsivem Verhalten.

Unsere Referentin weiß daher auch aus eigener Erfahrung, wie sehr
dies die Beziehung zum Hund beeinträchtigen kann …
und welche ‚positiven‘ Wege zur Verhaltensoptimierung sich dem
Hundehalter hier anbieten.

 

Der Workshop richtet sich an alle interessierten und / oder betroffenen HunderhalterInnen, insbesondere aber natürlich an solche, die an dem impulsiven Verhalten ihrer felligen Partner arbeiten möchten. Grundkenntnisse der Arbeit mit Markern (Clicker) sind von Vorteil, jedoch nicht Voraussetzung.

 

Termin: 16. und 17. Juni 2012, jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr

Preis: 140 € / Team, 120 € bei Teilnahme ohne Hund

Teilnehmerzahl: max. 8 Teams – per 17.05.2012 komplett ausgebucht!

Anfragen / Anmeldung: carmen@hunterbunt.de

 

Wenn Sie sich für dieses Seminar interessieren und aufgrund weiter Anfahrt eine Unterkunft benötigen, finden Sie hier weitere Informationen.