… und warum nicht anders!

Wie ich arbeite

Ich arbeite grundsätzlich auf Basis der positiven Verstärkung. Ich konzentriere mich im Training auf alles, was der Hund an gutem Verhalten zeigt, was unter Berücksichtigung der Möglichkeiten des Hundes in der betreffenden Situation noch akzeptabel ist oder zumindest nicht ganz so schlecht.

Jeder Hund zeigt gutes Verhalten, bevor er schlechtes zeigt!

Unsere Aufgabe ist es, solche Verhaltensweisen einzufangen und mittels bestmöglicher Belohnung zu verstärken. Wir arbeiten dabei mit Konsequenzen und Emotionen. Meine Aufgabe ist es, Ihnen den Blick für solche Verhaltensweisen zu öffnen, ihn zu schärfen. Mein Ziel ist es, Ihnen zu vermitteln, wie Sie solche Verhaltensweisen zur Verhaltensoptimierung nutzen können.

Meine wesentlichen Werkzeuge sind:

  • Clicker und / oder Markerwort
  • Belohnungen und Verstärker
  • Beobachtung der Mimik und Körpersprache des Hundes, wie auch der des dazugehörigen Menschen
  • Beobachtung des Zusammenspiels zwischen Mensch und Hund
  • Analyse und verständliche Erläuterung derselben an den Hundeführer
  • Entspannungstraining.

Natürlich ist meine ‚Werkzeugkiste‘ noch viel umfangreicher. Die vorgenannten Werkzeuge sind nur die absolute Grundausstattung, die auch Sie im Falle einer Zusammenarbeit kennen und nutzen lernen werden.

Warum so und nicht anders?

Jedes Lebewesen ist das Produkt seiner Gene, seiner Erziehung und der Einflüsse aus der Umwelt. Das Zusammenspiel dieser Faktoren wirkt sich auf Verhalten aus. Dies gilt übrigens für alle Säugetiere und die meisten Tiere um uns herum.

Ich wurde so erzogen, dass Gewalt niemals das Mittel der Wahl sein kann! Einzige Ausnahme: Verteidigung des eigenen Lebens oder allenfalls Verteidigung eines nächsten Verwandten oder Liebsten, nachdem alle anderen Mittel ausgeschöpft wurden. Gewalt ist keineswegs immer und nur körperlich. Gewalt beginnt bei der Psyche, beim Umgang mit Emotionen.

Ich habe in den ersten zehn Jahren meines Lebens mit Hunden lange aus dem Bauch heraus mit ihnen trainiert. Dabei habe ich viele Dinge intuitiv erstaunlich gut umgesetzt. Viele Dinge habe ich erschreckend schlecht gemacht. Ich wusste es nicht besser. Ich wusste mir nicht besser zu helfen. Die Suche nach Antworten auf meine Fragen begann.

Trainingsmethoden

Ich habe mir im Laufe der Zeit unterschiedliche Trainer aus allen ‚Lagern‘ angeschaut, darunter fast alle ’namhaften‘. Manches fand ich gut oder angemessen und übernahm es. Das Ergebnis war ein kunterbunter Flickenteppich. Ich wollte mehr lernen. Vor allem wollte ich wirklich verstehen, wie und warum die verschiedenen Trainingsmethoden funktionieren oder auch nicht. Es reichte mir nicht mehr zu sehen, dass sie funktionieren.

Im Sommer 2009 besuchte ich mein erstes Seminar bei Frau Dr. Ute Blaschke-Berthold. Hier bekam ich endlich Antworten auf meine Fragen. Endlich kamen wirklich schlüssige Erläuterungen, die zudem auch sachlich mit wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen belegt wurden. Ich erkannte, wie wenig ich wusste (und auch heute noch weiß). Ich lernte, wie leicht es sein kann Verhalten positiv zu beeinflussen … ohne Strafe, ohne Einschüchterung, ohne Ein- oder Ausgrenzung. Die teils wirklich erstaunlichen Entwicklungen, die ich seither beobachten und auch selbst begleiten durfte, haben mich endgültig überzeugt.

Ich habe die Ergebnisse der Arbeit über Strafe leider auch bei meinen eigenen Hunden gesehen. Nie wieder möchte ich im Gesicht eines meiner Hunde Misstrauen mir gegenüber sehen müssen. Ebenso wenig möchte ich es in den Augen Ihres Hundes Ihnen gegenüber entdecken.

Am prägnantesten trifft es wohl dieses Zitat von Dr. Ute Blaschke-Berthold:

‚Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus,
sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten!‘

Deshalb arbeite ich so und nicht anders!