… typgerecht beschäftigen und belohnen!

 

Wie das geht und was dabei alles zu beachten ist, diesen Fragen wollen wir bei Hunterbunt am 13. und 14. April 2013 in Theorie und Praxis gemeinsam mit Anja Fiedler auf den Grund gehen.

 

Jagdverhalten ist im Verhaltensrepertoire unserer Hunde genetisch fest verankert, und es ist alt, viel älter als unsere Idealvorstellungen eines angepassten Verhaltensrahmens in Feld, Wald und Flur.

Spezialisten, die darauf selektiert sind, Wild weiträumig zu suchen, es körpersprachlich anzuzeigen, herauszudrücken, zu hetzen oder geschossenes Wild zu finden und dem Menschen zuzutragen, haben Bedürfnisse – ob der Hund nun jagdlich geführt wird oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Bedürfnisse wollen befriedigt werden.

Mit einem sicheren Rückruf oder einem zuverlässigen Stoppsignal können wir Jagdverhalten kontrollieren. Das funktioniert aber nur, wenn die Belohnungen aktuelle Bedürfnisse befriedigen und so zu effektiven Verstärkern werden. Im Bereich der Belohnungsmöglichkeiten werden wir Futter, Aktivitätsbelohnungen und selbstbelohnendes Verhalten genauer unter die Lupe nehmen.

Nicht nur innerhalb des Belohnungssystems ist es für unsere Hunde von Bedeutung, die individuellen Bedürfnisse und den Hundetyp im Hinterkopf zu haben, auch in Arbeit und Beschäftigung können wir insbesondere Sequenzen des Jagdverhaltens aufgreifen und vertiefen.

Nach einem theoretischen Abriss der Thematik Kommunikation mit Markersignalen und des Zusammenhangs von Bedürfnissen, Motivation & Belohnungen, werden wir uns in der Praxis intensiv der Erweiterung des Belohnungssystems und der Entwicklung typgerechter Beschäftigungsmöglichkeiten widmen.

 

Anja Fiedler leitet ihre Hundeschule ‚dogable‘ in Meerbusch am Niederrhein. Dort arbeitet sie mit Menschen und ihren Jagdhunden auf Basis positiver Verstärkung – von Kontrolle des Jagdverhaltens, über typgerechte Beschäftigung, bis hin zur Vorbereitung auf jagdliche Prüfungen und die jagdliche Brauchbarkeit.

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Während ihres Studiums (Medienwirtschaft) ist sie selbst vor über 10 Jahren auf den Hund gekommen, und schnell stellte sich heraus, dass der Verhaltensrahmen ihrer Dalmatiner Hündin, Ally, einen genaueren Blick auf die Materie Hundeverhalten erforderte.

Als im Jahr 2005 Frieda, eine Ungarisch Kurzhaar Hündin aus jagdlicher Leistungszucht, einzog, nahm das ‚immer mehr wissen wollen‘ seinen Lauf – Jugendentwicklung, Jagdverhalten, Angst- und Aggressionsverhalten, Dummy- und jagdliche Arbeit & vieles mehr.

Mit bestandenem ‚Grünen Abitur‘ kam Wolke, eine Ungarisch Drahthaar Hündin aus jagdlicher Zucht, in die Familie, und sie sollte mit Anja den Weg zur jagdlichen Brauchbarkeit gehen. Wolke wird ausschließlich über Verstärkung erwünschten Verhaltens trainiert. Die Verbandsjugend- und Herbstzuchtprüfung, die jagdliche Brauchbarkeit auf Nieder- und Schalenwild in NRW und die ersten Jagden liegen hinter den beiden. Das nächste Ziel, die Meisterprüfung der Vorstehhunde (VGP), ist anvisiert.

Seit 2010 ist Anja mit ihrem Seminarprogramm rund um Jagdverhalten, Rückruf, Selbstkontrolle & Co. unterwegs in Deutschland (ab 2013 auch in der Schweiz), und arbeitet aktuell mit Dr. Ute Blaschke-Berthold und Nicole Wenzel an einem DVD-Projekt zum Thema ‚Die Werkzeugkiste der positiven Verstärkung‘. Mehr zu Anja & ihrer Arbeit erfahren Sie hier: www.dogable.de

 

Der Workshop richtet sich an alle interessierten und / oder betroffenen HunderhalterInnen.

Gute Grundkenntnisse in der Arbeit mit Markern (Clicker) sind von Vorteil, aber nicht Voraussetzung.

 

Termin: 13. und 14. April 2013, jeweils von 10.00 bis ca. 17.00 Uhr

Preis: 150 € / Team, 120 € bei Teilnahme ohne Hund

Teilnehmerzahl: max. 8 Teams + max. 8 TeilnehmerInnen ohne Hund

Anfragen / Anmeldung: carmen@hunterbunt.de

 

Wenn Sie sich für dieses Seminar interessieren und aufgrund weiter Anfahrt eine Unterkunft benötigen, finden Sie hier weitere Informationen.