Jagdhunde – als Spezialisten selektiert zeigen sie u.a. ausgeprägtes Orientierungsverhalten, Fixieren, Beschleichen und auch Hetzen potenzieller Beute.

Was für den Jagdhund selbstbelohnend ist, stellt sich für die Bezugspersonen, verfolgte Wild- und Nutztiere, Fahrradfahrer, Jogger & Co., die Revierpächter oder Landwirte oftmals als großes Problem dar.

Wenn wir Menschen und ihre Jagdhunde, die abgeleint Feld, Wald & Flur in weiten Schlägen absuchen, nur zu gerne Witterungen, Fährten & Spuren nachhängen und angeleint aufgeregt & ständig in der Leine hängen, ins Training bekommen, ist der Leidensdruck meist groß – Frust an beiden Enden der Leine! Verständnis für die Materie Jagdverhalten und den Jagdhund als Jagdhelfer zu wecken, sollte als Basiswissen natürlich nicht fehlen, ebenso lerntheoretische Grundlagen & Wissen um die Bedürfnisse dieser spezialisierten Vierläufer, damit der Mensch erwünschtes Verhalten im Trainingsverlauf effektiv verstärken kann.

Welche Werkzeuge machen kurz- und langfristig Sinn? Was möchte der Mensch, und was möchte der Hund, und wie können wir auseinanderdriftende Bedürfnisse auf einen gemeinsamen Nenner bringen?

Entspannungstechniken sind sinnvoll. Wie aber sind sie in den Trainingsalltag der Teams zu integrieren? Das Gegenteil von gut ist gut gemeint – was bedeutet das in Bezug auf die Struktur der Werkzeugkiste & möglicher Beschäftigungsideen? Kleinschrittig – ein kleines Wort mit großer Bedeutung, denn will der Mensch zu schnell zu viel, dann bleibt der Hund bzw. das, was er im Training leisten kann, hinter den menschlichen Erwartungen zurück.

In diesem Theorieseminar (unterstützt mit Videoaufnahmen) möchten wir ergründen, wie wir als TrainerInnen mit unseren jagenden Kunden und ihren Menschen umgehen und an der Kontrolle von Jagdverhalten arbeiten können!

Anja Fiedler leitet ihre Hundeschule ‘dogable’ in Meerbusch am Niederrhein. Dort arbeitet sie mit Menschen und ihren Hunden auf Basis positiver Verstärkung – von Kontrolle des Jagdverhaltens, über typgerechte Beschäftigung, bis hin zur Vorbereitung auf jagdliche Prüfungen und die jagdliche Brauchbarkeit.

Während ihres Studiums (Medienwirtschaft) ist sie selbst vor über 10 Jahren auf den Hund gekommen, und schnell stellte sich heraus, dass der Verhaltensrahmen ihrer Dalmatiner Hündin Ally einen genaueren Blick auf die Materie Hundeverhalten erforderte.

Als im Jahr 2005 Frieda, eine Ungarisch Kurzhaar-Hündin aus jagdlicher Leistungszucht, einzog, nahm das ‘immer mehr wissen wollen’ seinen Lauf – Jugendentwicklung, Jagdverhalten, Angst- und Aggressionsverhalten, Dummy- und jagdliche Arbeit & vieles mehr.

Mit bestandenem ‘Grünen Abitur’ kam Wolke, eine Ungarisch Drahthaar Hündin aus jagdlicher Zucht, in die Familie, und sie sollte mit Anja den Weg zur jagdlichen Brauchbarkeit gehen. Wolke wird ausschließlich über Verstärkung erwünschten Verhaltens trainiert. Die Verbandsjugend- und Herbstzuchtprüfung, die jagdliche Brauchbarkeit auf Nieder- und Schalenwild in NRW und die ersten Jagden liegen hinter den beiden. Das nächste Ziel, die Meisterprüfung der Vorstehhunde (VGP), ist anvisiert.

Seit 2010 ist Anja mit ihrem Seminarprogramm rund um Jagdverhalten, Rückruf, Selbstkontrolle & Co. unterwegs in Deutschland (seit 2013 auch in der Schweiz), und arbeitet aktuell mit Dr. Ute Blaschke-Berthold und Nicole Wenzel an einem DVD-Projekt zum Thema ‘Die Werkzeugkiste der positiven Verstärkung’. Mehr zu Anja & ihrer Arbeit erfahren Sie hier: dogable.de

Der Workshop richtet sich speziell an TrainerInnen und solche, die es werden wollen.

Termin: Der Termin wurde verschoben und wird im Februar (vermutlich am 3. Februar-WE 2018 nachgeholt! 10.00 bis 17.00 Uhr

Preis: 150 € (Teilnahme ohne Hund)

Anfragen / Anmeldung: carmen@hunterbunt.de

Wenn Sie sich für dieses Seminar interessieren und aufgrund weiter Anfahrt eine Unterkunft benötigen, fragen Sie bitte einfach bei mir nach. Ich helfe Ihnen auch hierbei gerne weiter.